WordPress – völlig überteuertes Blöcke-Wirrwarr

WordPress ist das beliebteste CMS
Ich benutze WordPress seit mehreren Jahren. Wenn ich eins gelernt habe, dann ist WordPress das Content Management System, was im Laufe der Jahre immer umständlicher, komplizierter und teurer geworden ist.

Als ich mit WordPress meine ersten Blogs erstellt habe, war ich begeistert. Endlich ein CMS, in dem man seine Texte wie in Word schreiben konnte, einfach , intuitiv und schnell. Den Rest erledigte das installierte Theme und fügte den neuen Beitrag nahezu perfekt in das Frontend ein. Mehr als Schreiben musste man dazu eigentlich nicht können. Einzig und alleine die richtige Verankerung eingefügter Bilder erforderte ein wenig Übung, stellte dann aber auch kein Problem mehr dar.

Dann kam vor 5 Jahren WordPress 5 und damit der Gutenberg Block Editor. Und ich muss es hier ganz deutlich sagen. Der Gutenberg ist für mich immer noch das verhassteste Feature von WordPress und ich boykottiere ihn seitdem mit hartnäckiger Konsequenz. Noch viel schlimmer als die katastrophale Seitenerstellung mit Gutenberg ist die Nutzung von Widgets. Ich hatte damals ein Magazine-Theme, welches Widgets ins allen Bereichen der Webseite nutzte. Plötzlich funktionierte überhaupt nichts mehr und so habe ich Gutenberg hassen gelernt.

Diese Abneigung gegen Gutenberg hat sich bis heute erhalten. Ich nutze nach wie vor den alten TinyMCE und die klassischen Widgets, die sich per Plugin aktivieren lassen. So kann ich entspannt schreiben ohne mir Sorgen um die Anordnung von Blöcken und das Erstellen von Widgets zu machen.

Was mich aber an WordPress richtig stört, ist die Preispolitik. Früher hat man eine Software, ein Skript oder ein Plugin einmal gekauft und konnte es endlos nutzen, einschließlich Updates und Support wohlgemerkt. Inzwischen will man viel Geld verdienen ohne viel Zeit in den Benutzer zu investieren. Genau dafür wurden Abo-Modelle erfunden. Und um einen einigermaßen erträglichen Preis zu erhalten, benötigt man mindestens ein Jahres-Abo. Auch WordPress reiht sich hier nahtlos in die lange Reihe der völlig überteuerten Jahres-Abos ein.

Viele Zusatzfeatures, wie eine Reihe von Jetpack-Features, konnte man früher kostenlos nutzen. Heute bekommt man nur noch ein extrem abgespecktes Jetpack in der Basisversion. Für alles andere muss man inzwischen regelmäßig richtig tief in die Tasche greifen. Ich sehe aber auch nicht ein, dass ich unseren Blog mit Werbung zupflastere, nur um die Zusatzkosten zu finanzieren. Auf einigen Webseiten kann man ja den Inhalt überhaupt nicht mehr lesen, weil alles von unsinniger Werbung übertüncht wird. Solange es irgendwie geht, werde ich also versuchen, diese sogenannten „Premium“-Features zu vermeiden und den Blog werbefrei zu halten. Werbung auf einer Webseite ist immer eine nervige Angelegenheit. Und sie öffnet Angreifern Tür und Tor.

Zusammenfassend muss ich sagen, dass sich WordPress in den letzen Jahren in die, aus meiner Sicht, falsche Richtung entwickelt hat. Ich nutze sogar Joomla inzwischen lieber als WordPress. Eigentlich kann man nur hoffen, dass es bei den Machern von WordPress irgendwann ein Einsehen gibt und das CMS wieder das macht, was es so viele Jahre sehr gut gemacht hat: Webinhalte einfach, intuitiv und kostengünstig erstellen.