Kolumne

Vierlinge mit 65?

Klapperstorch

Da sind sie also. Die Vierlinge der 65-jährigen Annegret Raunigk wurden in der 26. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt entbunden. Das sind 14 Wochen vor dem regulären Geburtstermin. Die Ärzte entschieden sich zu dem Schritt, da bei der Frau die Wehen eingesetzt hatten. Jetzt hat sie insgesamt 17 Kinder.

Um es gleich vorweg zu nehmen. Ich finde das Verhalten dieser Frau arrogant, unverantwortlich und moralisch äußerst bedenklich. Sie war sich der Risiken voll bewusst und ist sie trotz aller Warnungen eingegangen. Das Leben der vier Kinder dürfte keineswegs so unbeschwert werden, wie sie sich das vorgestellt hat. Eine Geburt in der 26. Woche zieht meist chronische Erkrankungen nach sich. Vielleicht müssen einige Kinder sogar gepflegt werden.

Richtig verärgert hat mich dabei aber, dass sie ihren Kindern bereits ganz früh die Mutter entzieht. Auch Annegret Raunigk wird nicht ewig leben. In 15 Jahren ist sie 80. Was haben die Vierlinge noch von ihr. Denn genau dann, wenn sie sie am dringendsten brauchen, wird sie nicht mehr für sie da sein können. Wer kümmert sich dann um die Kinder? Die anderen Kinder?

Wenn diese Frau verlangt, dass man sich nicht in ihr Leben einmischt, dann ist das sicherlich in Ordnung. Aber es geht doch primär gar nicht mehr um ihr Leben. Es geht um das Leben dieser Kinder. Kinder sind kein Ding und keine Sache, die man einfach mal so in die Welt setzt. Diese Entscheidung kann ich in absolut keinster Weise nachvollziehen. Und sie tun mir einfach nur leid, diese Kinder.

 

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