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Siegeszigarre

Gasexplosion San Bruno

Argwöhnisch sind Martha’s braune Augen auf mich gerichtet und durchleuchten mich wie einer der Körperscanner am Airport. Ihr Blick wandert zwischen Tisch und meinem Gesicht hin und her, sucht meine Hände, die unter der Tischplatte verborgen sind. Ihr ganzer Körper ist gespannt wie ein Bogen, bereit, in einem einzigen Moment die geballte Energie der Anspannung zu entfesseln und mich vernichtend zu schlagen. Unsere Blicke treffen sich für einen kurzen Moment und das kalte Glitzern in ihren Augen verheißt nichts Gutes. Diesmal will sie es wirklich wissen und ist bereit, mich in diesem entscheidenden Kampf endgültig und vernichtend zu schlagen.

Meine Hände wandern unmerklich in Richtung Tischplatte, getarnt von der rot-weiß karierten Tischdecke. Auch in mir wächst jetzt die Spannung, das Adrenalin schießt spürbar in meinen Körper und treibt das Blut in kräftigen Stößen voran. Instinktin versuche ich, meine Atmung zu kontrollieren. Ich sehe, wie sich Martha’s Mund öffnet: “Ready!” Ihre Stimme dringt scharf wie ein Kristallsplitter in mein Gehirn. Es ist soweit. Meine Finger verkrampfen sich zur Faust. Ich spüre, wie sich meine Rückenmuskulatur anspannt, um mir einen kleinen Vorsprung beim Ziehen der Hände zu verschaffen. “Set!” Langsam nähern sich meine Hände der Tischkante. Immer noch unsichtbar verborgen. Ich habe den Takt ihrer Stimme aufgenommen und höre das entscheidende Kommando bereits bevor es meine Ohren erreicht. Meine Hände katapultieren sich aus den verborgenen Tiefen. Als ihr “Go!” endlich an meine Ohren dringt, durchstoßen sie bereits die unsichtbare Trennlinie der Tischplatte. Das Tischtuch fliegt in die Höhe und gibt den Weg frei. Fast gleichzeitig erreichen unsere Hände die vor uns liegenden Burger und reißen diese zum Mund. 450 Gramm amerikanische Lebensweise gilt es schnellstmöglich in den ennischen Magen zu befördern. Erbarmungslos schlagen meine Zähne in das Schlapper-Brötchen. Der Geschmack von Fleisch, Ketchup und Majo macht sich breit. Ich würge hastig den ersten Bissen hinunter und noch während dieser sich den Weg nach unten bahnt, schlagen sich meine Zähne erneut in die lang ersehnte Nahrungsquelle. Ich bin am Verhungern, schon seit Stunden wartet mein Magen auf Enni-verträgliche Nahrung. Der 11-Stunden-Flug nach San Francisco hat seine Spuren hinterlassen. Schon nach dem vierten Bissen spüre ich den Gegendruck, der sich langsam aber konsequent aufbaut. Die Warnung ist eindeutig: Enni, du isst zu schnell! Ich versuche instinktiv, die Sinne zu kontrollieren, das beißende Hungergefühl, die wollüstige Wärme, die sich in mir aufbaut und die Übelkeit, die diese überdimensionierte Nahrung wieder los werden will.

Für einen kurzen Moment richtet sich mein Blick auf Martha. Im Gegensatz zu mir scheint ihr die Burger-Fress-Orgie sichtlichen Spaß zu bereiten. Mit zunehmender Begeisterung schiebt sie ihren Burger, Bissen für Bissen, in den Mund. Dabei fallen ihr die langen, blonden Haare ständig ins Gesicht und in mir kommt die Befürchtung auf, dass sie diese irgendwann einfach mit verschlingen wird. Doch ihr Timing ist einfach perfekt. Nach jedem Bissen wirft sie den Kopf zurück und verschafft so der nur halb gekauten Masse freien Zugang zum Verdauungstrakt. Die Haare der Medusa hätten keinen besseren Gleichklang mit ihren Kau- und Schluckbewegungen finden können.

Von der Straße her fegt plötzlich ein Geräusch durch die Luft, schrill, grässlich, bedrohlich. Es ist ein Pfeiffen, ein Zischen und ein Surren gleichzeitig. Und es lässt uns im Bruchteil einer Sekunde erstarren. Die Burger hängen bewegungslos in unseren Händen, eingefroren auf dem halben Weg zwischen Teller und Mund. Martha’s Augen weiten sich, Panik quillt wie ein Strom wilden Wassers aus ihrem Gesicht hervor. Mein Blick folgt zwanghaft dem ihren. Und dann sehe auch ich diese gigantische Feuerwalze, die sich irrsinnig schnell von der Straße her auf uns zu bewegt. Die Zeit friert ein. Wie in Zeitlupe wälzt sich das Feuer auf uns zu, kommt näher und näher, als wolle es uns verschlingen. Ich springe auf, greife nach Martha’s Hand, halte sie fest und will mit ihr losrennen. Doch eine unsichtbare Kraft reißt uns mit ungebändigter Wut in den glühenden Himmel.

Unter mir fliegt der Tisch mit den halb aufgegessenen Burgern weg. Ich spüre, wie die Wärme von Martha’s Hand entweicht. Das entfesselte Inferno reißt uns auseinander. Und während wir wie Luftballons, aus denen die Luft entweicht, durch die Gegend wirbeln, kommt das Haus plötzlich auf uns zu. Es neigt sich in unsere Richtung und löst sich, wie von Geisterhand bewegt, vom Boden, zerlegt sich in kleine Teile und bombardiert uns mit scharfen Schrapnellen. Schreie vereinen sich. Sie sind überall, durchdringen das Fauchen des Feuersturms… Gleichzeitig höre ich einen dumpfen, lauten Knall. Er presst mir die Luft aus den Lungen, lässt das Trommelfell explodieren. Dann legt sich Stille über die zerberstende Szenerie.

Martha trudelt, nur wenige Meter von mir entfernt, wie ein falsch gebautes Papierflugzeug durch die Luft. Dann ist da wieder der Himmel, die Wiese und wieder Martha. Die Schwerkraft hört auf zu existieren. Ich spüre einen brennenden Schmerz, der sich durch meine Haut frisst. Das Feuer nagt unerbittlich an meinem Körper, will ihn nicht loslassen. Ich verbrenne… Schließlich gewinnt die Gravitation wieder die Oberhand. In einem weiten Bogen jage ich auf die Wiese zu. Ich versuche, mich in der Luft zu drehen, um den Kopf nach oben zu bekommen. Panik mach sich breit und unbewusst schiesst mir ein Gedanke durch den Kopf: “Bruchlandung…” Dann spüre ich einen heftigen Schlag und rotiere wie ein menschliches Geschoss über den Rasen ins Aus. Die Sinne laufen Amok. Etwas zieht die Farben weg. Die Welt wird grau, transparent und schließlich schwarz.

Irgendwann komme ich wieder zu mir und öffne die Augen. Langsam findet die Welt ihre Farben wieder. Vom Rauch gedämpfte, heiße Farben. Ich sehe Feuer und dicke, grau-quellende Rauchschwaden jagen sehr tief über mir entlang… verdunkeln den Himmel. Dann sehe ich Martha. Sie hängt bewegungslos in einem Busch. Der Körper ist unnatürlich verkrümmt. Das Feuer erreicht mein Herz, bereit, alles in mir zu versengen. Ein wilder Schmerz durchzuckt mich. In meinen Augen wollen sich Tränen bilden, doch es fühlt sich nur wie Pergament an. Ich liege einfach, unfähig, mich zu bewegen, gelähmt vor Angst. NEIN! NICHT MARTHA! Die Tränen finden schließlich doch einen Weg auf die Pergament-Haut. Mein Körper zieht sich wie eine Feder zusammen, um im gleichen Moment den Schmerz mit komprimierter Kraft in ein schluchzendes Schütteln zu verwandeln und die Welt um mich herum versteckt sich hinter einer Milchglas-Scheibe. Sie verschwimmt in dem immer stärker werdenden Strom von Tränen, die jetzt einen ungehinderten Weg in die Freiheit gefunden haben.

Ich weiß nicht wie lange ich so gelegen habe, halb erstickt und umgeben von Feuer und Rauch. Plötzlich ändert sich etwas. Der Wind wirbelt die wabernden Rauchschwaden durcheinander und gibt erneut den Blick auf Martha frei. Durch den Tränenschleier sehe ich eine Bewegung. Es ist nur ein winziges Zucken von Martha’s Fuß. Ich erstarre und die Leere in mir füllt sich erneut mit Leben. Hoffnung. Es ist ein klitzekleiner Keim, der die Lethargie durchbricht und sich den Weg zum Licht bahnt. Es ist MEIN Keim! Ich reiße meinen Körper vom Rasen und dann renne ich los. “MARTHA!” Der Schrei verlässt meinen Mund, aber ich kann ihn nicht hören. Ich rufe erneut. Stille. Etwas warmes läuft mir über das Gesicht, rinnt an Armen und Beinen hinab. Gosh! Blut… jetzt bloß nicht schlapp machen. Blut gehört nicht unbedingt zu meinen Stärken.

Ich taumel eher als ich renne, getrieben von einer unsäglichen Kraft. Etwas blockiert meinen Drang, zu Martha zu gelangen. Ein stechender Schmerz durchzuckt den Rücken, zieht mich zurück Richtung Boden, will mich erneut niederstrecken. Ich presse die Zähne aufeinander und für eine Zehntelsekunde sehe ich das Gesicht meines ehemaligen Sportlehrers. “Weiter! Los! Nicht aufgeben!” Seine Worte hämmern auf mich ein. Immer und immer wieder presse ich sie heraus. Sie vereinen sich mit der Angst und peitschen mich vorwärts. Lauter und lauter drängen sie im Takt meiner Schritte aus dem Hals. Alles brennt wie Feuer und jedes Wort löst einen Hustenreiz aus. Ich kann das Krächzen spüren, aber ich kann es noch immer nicht hören. Genau so wenig wie Marthas Stöhnen. Ich kann es nur ahnen. Aus ihren kindlichen braunen Augen schlägt mir kaltes Entsetzen entgegen. Erschrecken durchzuckt mich. Sehe ich wirklich so schlimm aus?? Ich verdränge den Gedanken. Wir müssen hier weg… und zwar schnell. GANZ SCHNELL…! Das Feuer frisst sich durch die Welt, die in einer gigantischen Redoxreaktion unter gehen will. Es verzehrt die Luft und vergiftet uns mit dunklen, beißenden Schwaden. Mein Atem geht jetzt keuchend. Ich versuche verzweifelt, die letzten Reste Sauerstoff aus dem dunklen Gewaber heraus zu saugen. Ich kämpfe erneut gegen das Gefühl an, mich einfach fallen zu lassen und mich letztendlich der wohligen Euphorie hinzugeben, die wie eine Droge nach mir greift. Ein Druckverlust in großen Höhen hat ähnliche Symptome. Die Situation kommt mir bekannt vor und sie ist tödlich…

“MARTHA, WIR MÜSSEN WEG HIER. BIST DU OK?” Ich keuche die Worte aus mir heraus, doch sie hört mich nicht. Zweiter Versuch. Ich forme Daumen und Zeigefinger zu einem “O” und setze den ennischen Skepsis-Blick auf. Dabei fällt mein Blick auf die gekrümmten Finger, wandert über die Hand hinab zum Arm. Für eine Sekunde schließe ich die Augen, versuche tief durch zu atmen und ein kurzes Stöhnen baut sich auf. Meine Haut ist schwarz, durchzogen von einem Netz blutiger Kratzer, Abschürfungen und Rissen, die sich kontrastvoll in rot vom dunklen Hintergrund abheben. Mein “O” hängt wie ein Damoklesschwert vor Martha’s rußverschmiertem Gesicht. Sie versteht sofort. Daumen hoch. Ihre Bewegung ist vorsichtig. Vorsichtig schiebe ich meine Arme unter ihren Körper, versuche sie aus dem Gebüsch zu hieven. Meine Knie knicken ein. Fail…

Dabei hatte mir Martha erst vor ein paar Minuten noch in bester Laune mitgeteilt, dass sie nur 45 Kilogramm wiegt. Nicht schlecht für einen Teenager, dessen Ernährungsweise nicht amerikanischer sein kann. Um ihr Gewicht zu halten, schwitzt Matha 5 mal in der Woche freiwillig 2 Stunden im Fitness Studio im Bayhill Shopping Center. Ihre Figur ist ihr heilig. Sie lebt nach dem Motto: Wer viel isst, muss viel leiden. Wir haben vieles gemeinsam. Nur zu gut erinnere ich mich die unzähligen, einsamen Runden im Lindenpark. Gemeinsam mit Anne habe ich hier die ennischen Schnitzel-Fress-Attacken kompensiert.

Ja… da war die Welt noch im Gleichklang. Irgendetwas hat sie aus dem Gleichgewicht gerissen und wie ein Drachen bombardiert uns dieses Etwas mit glühendem Feuer, nimmt uns den Atem. Und ich habe nicht die geringste Vorstellung davon, was überhaupt passiert ist. Ich versuche erneut, Martha auf meine Arme zu kriegen, doch ich hänge fest. Irgend etwas piekt sich in meinen Arm und und macht jede Bewegung unmöglich. Erst jetzt wird mir klar, warum sich Martha nicht bewegt. Sie wird von den gleichen großen Dornen in Schach gehalten, die sich gerade in meine Arme hinein bohren. Der Schmerz wird unerträglich. Ich hole tief Luft, ignoriere das Ziehen und Stechen im Rücken und hieve ihren Körper mit einem Ruck aus dem Dornengestrüpp. Die Last lässt mich dem Boden ein Stück näher kommen. Schnell stelle ich sie auf Ihre Beine. Doch die versagen den Dienst. Martha taumelt, droht hinzufallen. Ich packe ihren Arm über meine Schulter und wir straucheln in den grauen Rauch hinein. Flammen zucken immer wieder aus der turbulenten Masse hervor, nehmen uns den Atem. Wieder überkommt mich dieses wohlig-schaurige Gefühl. Und es sagt mir: Enni, du bist müde. Leg dich hin. Es ist so leicht… Ich spüre, wie meine Knie nachgeben. Die Euphorie weicht bleierner Müdigkeit. Nur ein paar Minuten… ausruhen, schlafen… Dann spüre ich einen leichten Druck an meiner rechten Hand. Es ist Martha. Wir bleiben stehen und gleiten schließlich luftringend zu Boden. Mein Atem keucht, bläst direkt in ihre verbrannten Haare. Alle Kraft scheint entwichen zu sein. Ich will einfach nur noch schlafen. Mein Kopf senkt sich, bleibt schließlich auf etwas kühlem und feuchtem liegen. Schlafen…

Ein neues Gefühl bohrt sich unvermittelt zwischen meine Schulterblätter. Es ist warm, schmerzhaft und unangenehm… Dieses Etwas krallt sich tief in meinen Rücken hinein, hindert mich am Schlafen. Wieder und wieder schurren die Krallen über meinen Rücken. Unmut baut sich in mir auf. Ich muss dieses Etwas loswerden. Ich atme tief durch und nehme Anlauf, um dieses nervige Ding wegzureißen… Ein kräftiger Wind treibt die tödlichen Rauchwolken kurz auseinander. Frischer Sauerstoff strömt in meine Lungen… die Sinne kehren zurück. Mein Kopf liegt auf Martha’s Gesicht. Ich rieche einen zarten Hauch von Parfüm, gemischt mit dem Geruch verbrannter Haare. Und noch immer scharren ihre Fingernägel über meinen Rücken. Das Leben kehrt in kleinen Schritten zurück.

Ich begreife, dass wir auf dem falschen Weg waren. Orientierungslos sind wir direkt in das Inferno hinein gerannt… Wir müssen in die andere Richtung… weg von Feuer und Rauch. Ich raffe mich auf; Ziehe Marha mit mir und gemeinsam tasten wir uns Schritt für Schritt in die andere Richtung. Ich kann einige wenige Details erkennen. Und ich sehe die Steine, die Martha’s Dad entlang des Weges zum Hinterausgang aufgereiht hat. In mir jubelt es. Irgendwo hier gibt es einen Ausgang. Der Rauch wird wieder dichter, nimmt mir erneut den Atem. Vorsichtig schlurfen meine Knöchel an den Steinen entlang. Ich kann nichts mehr sehen, aber ich spüre den Weg!

Plötzlich ein Hindernis. Der Aufschlag kommt unerwartet. Gosh! Das Tor. Meine Hände tasten sich an dem stählernen Gitter hinab, suchen den Türknauf. Abgeschlossen. Wieder überkommt mich Panik. Ich taste mich an den Gitterstäben nach oben, treffe auf eine Querstrebe. Und noch eine. Dann wieder eine. Meine Hände tasten sich aufwärts. Treffen am oberen Torbogen auf unangenehme stählerne Spitzen. Ich signalisiere Martha, dass sie als erstes klettern soll. Langsam erklimmt sie die Torstreben. Ich stütze sie von hinten. Dann schnellt sie plötzlich davon und meine Hände verirren sich in der Luft. Matha ist auf der anderen Seite. Ich beginne zu klettern. Stufe für Stufe drücke ich mich nach oben. Meine Hände greifen in die stählernen Dornen auf dem Tor und ich ziehe mich mühsam hoch. Endlich stehe ich auf dem nur wenige Zentimeter breiten Tor. Meine Füße klemmen zwischen den Stahldornen. Unter mir kann ich Martha erkennen. Sie fuchtelt mit den Armen herum. Ich spüre, wie meine Kraft erneut nachlässt. Ich höre auf zu Denken und mit dem Mut der Verzweiflung springe ich. Mein Fuß verheddert sich in den Dornen, es reißt mir den Schuh herunter. Ich ziehe instinktiv die Arme vor das Gesicht und lande mit einer akrobatischen Rolle auf dem Weg. Schotter bohrt sich in meine Haut. Dann sind plötzlich Hände da, die mich hochziehen… Martha’s Hände. Es ist ein völlig unennisches Gefühl, welches mich akut überkommt. Ich drücke sie ganz fest an mich und atme tief ihren verbrannten Geruch ein. Alles in mir weitet sich. Ich bin so glücklich, dass Martha einfach nur da ist. Sie greift meine Hand und diesmal stolpere ich hinter ihr her. Irgendwann reiße ich mir den zweiten Schuh herunter. Ich laufe barfuß weiter. Steine bohren sich tief in meine Füße, doch Martha zieht mich immer weiter, nach links und rechts und wieder nach links. Ich habe völlig die Orientierung verloren. Dann lichtet sich der Rauch unerwartet und ändert seine Farbe. Er wird heller, fast blau und schließlich zucken weiß-rote Blitze auf uns zu, zerteilen den Rauch und führen uns in die richtige Richtung. Es beginnt es zu regnen. Ich halte mein Gesicht in den Himmel und genieße jeden einzelnen Tropfen. Nur wenige Sekunden später stolpern wir der Feuerwehr von San Francisco in die Arme…

Ich nehme noch einmal alle Kraft, die irgendwie verblieben ist, zusammen, reiße den erst besten Feuerwehrmann in meine Arme und bleibe wie eine Klette an ihm hängen. Emotionen entweichen und ich lasse ihnen freien Lauf. Wir haben es geschafft und WIR HABEN GEWONNEN…! Ich sehe in das Mittvierziger Gesicht. Die Überraschung über die ennische Attacke ist gewichen und das rauchgeschwärzte Gesicht entblößt zwei Reihen blendend weißer Zähne. Sein Lachen teilt unser Glück und ich muss an meinen Mann denken… und seinen Lieblingsspruch: “Schatz, magst Du eine Siegeszigarre?”

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