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Rewe und Lidl versenken Plastiktüten

Plastiktüten im Meer

REWE und Lidl wollen ab nächstes Jahr keine Plastiktüten mehr verkaufen. Das soll die Umwelt schützen. Als Alternative stehen Papiertüten und Baumwollbeutel zur Verfügung. Ob diese Aktion die Umwelt wirklich besser schützt, wage ich ernsthaft zu bezweifeln. Immerhin schadet es der Natur nicht. Bis auf die Werbeaufdrucke. Denn die sind garantiert nicht öko und verrotten dann mit der Baumwolle im Wald… oder in der Ostsee… oder wo auch immer.

Natürlich habe ich nicht jedesmal eine „Baumwolltragetasche“ dabei, wenn ich mal völlig spontan in einen Supermarkt reingehe. Da ich aber keine Lust habe, den ganzen gekauften Krempel nach Hause zu jonglieren, brauche ich so ein Teil. Plastik gibt es ja dann nicht mehr. Die kostet aber (im Gegensatz zur Plastiktüte) richtig Geld. Beim nächsten Einkauf habe ich die dann garantiert nicht dabei und muss mir eine neue kaufen. Der Einzige, dem es also nützt, ist der Einzelhandel. Der Absatz der teuren Beutel wird um ein Vielfaches ansteigen.

All die Gesetze und Regelungen, die in den letzten Jahren erlassen wurden, verkomplizieren unser Leben. Und das, nur weil Politiker dazu neigen, sich ein persönliches Lebenswerk zu schaffen, dessen Sinn oder Unsinn auch nachfolgende Generationen noch ausbaden müssen. Ich erinnere nur an den hausgemachten, grünen Unsinn von Jürgen Trittin in puncto Einwegpfand. Jetzt werden wir die Geister, die er rief, nicht mehr los.

Deutschland ist dabei gar nicht das Problem beim Umweltschutz. Vielleicht sollte man sich einfach einmal vertrauensvoll an die Staaten wenden, in denen es legal ist, die Atmosphäre zu vergiften, Müll auf den Deponien zu verbrennen und Abwässer ungeklärt in Flüsse zu leiten. Dort, wo man entweder Geld sparen will oder einfach keins für den Umweltschutz übrig hat. Solange hier unser Planet jeden Tag der Apokalypse ein Stück näher gebracht wird, bringen die Maßnahmen in Deutschland nicht wirklich was. Es ist weniger als ein Tropfen auf den heißen Stein.

Es ist schön, dass es in Deutschland keine Plastiktüten mehr gibt, während sie weltweit weiterhin ungehemmt in den Ozeanen und der Natur landen. Und für die Trittinschen Einwegflaschen muss man sich Plastiktüten in der Drogerie kaufen, um die zurück zum Supermarkt zu kriegen.

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