Blog

Ich habe nichts gegen Ausländer

Flüchtlinge

Die deutschen Probleme zur Asylpolitik sind hausgemacht. Eine eigensinnige Kanzlerin und eine Regierung mit falschen Prioritäten bluten das Volk aus…

Es ist einer der aktuell am meisten kritisierten Sätze der deutschen Sprache:

Ich habe nichts gegen Ausländer…

Und das zu Recht. Denn meist schließt sich dem ersten Teil das kleine Wörtchen ‚aber‘ an, welches den ersten Satzteil sofort wieder relativiert. Am Ende sagt uns der vollständige Satz dann meist, dass Ausländer und Asylanten besser dort bleiben sollten, wo sie herkommen. Die Nation ist gespalten. Der Bund jongliert zwischen Spar-, Griechenland- und Asylanten-Prioritäten. Und die Länder und Gemeinden sind bereits jetzt hoffnungslos überlastet und hoffen sehnlichst auf Hilfe aus Berlin.

Doch die Mühlen deutscher Politik mahlen nicht so schnell. Die Entscheidungsfindung an der deutschen Basis ist da um ein Vielfaches schneller. Die einen heißen Flüchtlinge willkommen, die anderen wollen sie am liebsten irgendwo in der Walachei sehen – was jetzt nicht unbedingt etwas mit der rumänischen Landschaft zu tun hat. Weil die meisten, die davon reden, gar nicht wissen, was die Walachei überhaupt ist. Und das wiederum ist nicht nur ein deutsches Phänomen. Menschen, denen man die Meinungsfreiheit in den Hintern geblasen hat und die glauben, das sei so etwas wie Immunität für Worte. Dieser Meinungsfreiheit wird gerade frisches Leben auf allen sozialen Kanälen eingehaucht – egal ob pro oder contra.

Facebook verleitet gerade dazu, sich sicher zu fühlen. Geschlossene Gruppen und abgeschottete Profile verleihen der Diskutier- und Auswertungswut zu immer neuen Blüten.

Hier bin ich Doitscher – hier darf ich’s sein.

Ja darfst du – auf einer amerikanischen Plattform darfst du in puncto Flüchtlinge so ziemlich alles. Dieses Thema ist nicht US-relevant und wird daher von Mark Zuckerberg und seinen Gespielen tunlichst ignoriert. Aus deutscher Sicht mutiert Facebook gerade zum asozialen Netzwerk. Was Facebook nicht schafft, kriegen dann Justiz und Polizei in Deutschland auf die Reihe. Und so nehmen sie die, die glauben, Meinungsfreiheit mit Löffeln gefressen zu haben, in gepflegten sozialen Gewahrsam.

Wenn ein Volk derart zerrüttelt in der Meinungsbildung ist, sollte das ein Warnzeichen an alle Fraktionen in Berlin sein. Es gibt gute Gründe, warum so viele Menschen gegen die aktuelle Politik der Regierung sind. Das Volk ist an einer Toleranzgrenze angekommen. Selbst die Agenda 2010 der SPD, die immerhin Hartz IV aus der Schröder-Taufe hob, war nur ein Böse-Jungen-Streich gegen die Politik der Berliner Koalition. Und so glauben viele Deutsche, dass es noch einen versteckten Punkt im CDU-Wahlprogramm gab: Belastung des Volkes. Schließlich hat das Volk starke Schultern, auf die man jede Menge abwälzen kann. Die Regierung blutet das Volk aus – nicht nur finanziell, sondern auch emotional. Die aktuellen Probleme sind hausgemacht. Sie sind das Ergebnis der Politik von Bund und Ländern.

Es riecht wieder mal nach Regierungswechsel in Berlin. Auf Landesebene wurde dieser ja schon vielfach vollzogen. Wie wäre es denn einmal mit einer Kanzlerin / einem Kanzler, der sich nicht nur um wirtschaftliche und europäische Belange, sondern auch um die der breiten Masse kümmert? Interessanter Gedanke.

Ich habe wirklich nichts gegen Ausländer und Asylsuchende, aber…

 

Zum Kommentieren klicken

Schreibe einen coolen Kommentar

Nach oben
%d Bloggern gefällt das: