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Früher Morgen

Früher Morgen

Die Nacht war kurz. Heute begann das morgendliche Pendeln zwischen Bett und Bad schon halb vier. Damit war ich früher dran als die Sonne. Meine Kreuzschmerzen haben sich auf die linke Seite verlagert. Das ist einerseits ungewohnt, andererseits eine völlig neue, schmerzhafte Erfahrung. Und sie raubt mir den Schlaf. Klar hab ich Tabletten, ziemlich starke sogar. Aber die Leber muss ja noch ein paar Jahre halten. Außerdem brauche ich noch Kapazitäten für Pizza und den Feierabend-Drink.

Ich mag den frühen Morgen. Wenn die Luft noch kühl ist und uns beim ersten Kaffee auf dem Balkon frösteln lässt. Dunst hat sich über die entfernten Wälder und Wiesen gelegt, überzieht sie mit einem gespenstigen Schleier. Häuser und Bäume werfen lange Schatten. Die ersten Flieger starten, vom nächtlichen Flugverbot befreit, in den blauen Himmel, um diesen kurze Zeit später mit künstlichen weißen Streifen zu dekorieren.

Die ersten Bilder des erwachenden Tages prägen sich in mein Gedächtnis ein und reichen für ein ganzes Heute. Allein für sie lohnt sich das frühe Aufstehen und das Zittern auf dem Balkon. Und für wenige Minuten vergesse ich meinen meuternden Rücken.

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