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Donald Trump – Das amerikanische Trumpeltier

Donald Trump im Weißen Haus

Es scheint, ab ob der neue amerikanische Präsident Donald Trump seine internationale Beliebtheit bereits in den ersten vier Wochen seiner Amtszeit unter 0 Prozent drücken will. Die Geschwindigkeit, in der er unamerikanische Entscheidungen fällt, ist beängstigend. Der Immobilien-Guru benimmt sich nicht wie ein Präsident, sondern wie ein Trumpeltier oder der besagte Elefant im Porzellanladen. Als hätte er die Reste seiner Intelligenz zu Hause gelassen, als er ins Weiße Haus einzog.

Trumps neuestes Dekret verweigert Menschen aus sieben muslimischen Staaten die Einreise in die USA. Auch wenn die UNO das sehr vorsichtig bewertete, so ist dieses Dekret an politischer Unbedachtheit kaum zu übertreffen. Es trifft nicht nur tausende Flüchtlinge, die jedes Jahr einreisen. Vor allem trifft es Menschen, die für amerikanische, aber auch für internationale Firmen arbeiten – Flugzeug- und Schiffsbesatzungen, die Angestellten von Internetfirmen. Internet-Riese Google hat seine muslimischen Mitarbeiter ins Land zurück gerufen bevor die Anordnung in Kraft trat. Google selbst bedauerte den Erlass als Fernhalten kreativer Köpfe aus den Vereinigten Staaten.

Trump löst mit dem Einreiseverbot eins seiner Wahlversprechen ein. Er will Amerika vor Terrorismus schützen und das Land sicherer machen. Ob es ihm mit derartigen Maßnahmen gelingt, darf bezweifelt werden. Damit arbeitet er viel mehr der Terrororganisation Islamischer Staat zu und liefert genau das Hauptargument für den Kampf gegen die USA. Die Terrorlage dürfte sich damit eher verschlechtern als verbessern.

In der langen Geschichte der USA gab es noch nie einen Präsidenten, der bei seiner Amtseinführung derart unbeliebt war wie Donald Trump. Mit Radikalität, seiner politischen Unerfahrenheit und seinen menschlichen Schwächen hat er es geschafft, dass ihn mehr Menschen ablehnen als anerkennen.

Der amerikanische Präsident spielt ein gefährliches Spiel und spaltet das Land auf nie dagewesene Weise. Zustimmung erfährt er vor allem von den älteren Amerikanern, während jüngere ihn mehrheitlich ablehnen. Aber genau die sind es, die nachts bei klirrender Kälte ausharren, um gegen Trump und seine Methoden zu demonstrieren. Diese Generation ist in der Lage, Protest innerhalb von kürzester Zeit zu planen und umzusetzen. Dabei nutzt sie genau die gleichen Netzwerke, die Trump für seinen Wahlkampf nutzte.

Trump muss sehr vorsichtig sein. Denn alte Redewendungen gelten auch in unserer modernen Welt:

Wer Wind sät, wird Sturm ernten.

 

 

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